Nicolas Galeazzi : Bio

 

Nicolas Galeazzi

Nicolas Galeazzi

Nicolas Galeazzi

 

Performances, Installationen: 1999 Videoinstallation >nice evening<  >Eden von unten< Kulturinselfest. Zürich2002 Installation mit Diaprojektoren >Frisch’sche Fragen< mit B. Fleischlin. Wismar

2002 Rauminstallation >Frühlingserwachen<  mit B. Fleischlin

2002 Zweimann Produktion >Astronauten –  Theater Wismar

2003 >Was ich weiss< ein Oratorium für
zwei Badewannen; Preformance. Festival Stromereien’03 Zürich
2003 >Der Gesang vom flexiblen Menschen> Regie: Andreas Liebmann Wismar /Berlin/ Wien

2004 Wanderperformance >Winterreise< Berlin – Schweinfurt.

2004 >ÖNGEL/Biel< Performance  “I NEED YOU” Centre PasquART, Biel

2004 Performance in der Galerie Blauraum Hamburg. Auftrag vom  Architekten  N. Steiner

Centre PasquART, Biel
2004 Performance in der Galerie Blauraum Hamburg.
Auftrag vom Wiener Architekten N. Steiner
2005/2 >ÖNGEL schöner wohnen für alle< 10 Tage GASTSTUBE°perf°rmance,

Rote Fabrik Zürich
2005/4 >ÖNGEL notschlafstelle zum selberbasteln< GASTSTUBE°perf°rmance,

Theaterdiscounter Berlin
2005/4 >EXOT< GASTSTUBE°perf°rmance zur Eröffnung des KunstgARTen Pasewalk
2005/6 >NESTER< Installation am JungeHunde Festival Meiningen
2005/6 >Vörhölle<, Preview zum „Höllenfahrt-Festival< 2006, Dietheater Wien
2005/7 >ÖNGEL – Hotel< GASTSTUBE°perf°rmance am ARENA

Festival Erlangen, Publikumspreis
2005/8 >NESTER< Performance und Installation am Stromereien 05 Festival Zürich; Leitung
2005/9 >NESTER< Weiterentwicklung Graspiloten 05 Festival / Bröllin; Leitung
2005/9 >ÖNGEL – schöner wohnen für alle< Das Wiener-Do-it-Favela, dietheater Wien
2005/11 >Ich habe heute nichts erreicht ausser< Performatives Konzert; Labor Sonore, Berlin
2006/1 Recherhcenreise zum Ural
2006/4 >7 1/2 Untersuchungen über das Unfertige< 7,5 stündige mehrteilige

Performance für das Festival Höllenfahrt /

Wiener Mozartjahr / GASTSTZBE°perf°rmance
2006 beginn des Langzeitprojektes @work / Internationales Netzwerk @work

und Performerstammtisch Berlin
2006/5 Performancelecture >The End< Labor Sonor Berlin

2006/3 Extended Voice in „Mercury Light World“, Neue Oper von Cong Su,
nach Texten von Gu Cheng,
Berliner Festspiele/MärzMusik; Stadttheater Basel

 

Nomaden müssen unsentimental Abschied nehmen und sich schnell heimisch machen können. Da sie sich nirgends für lange Zeit niederlassen, müssen sie in der Lage sein, sich unabhängig von konkreten Orten zu definieren. Ihre Erzählung muss ihrem Leben einen Rahmen geben, der die ständige Veränderung und Ungewissheit einordnet und verstehbar macht. Moderne Flexible reisen viel, genießen es oder zerbrechen daran.
Das Leben zerfällt in Schnipsel, die der einzelne wieder zusammensetzen kann. Zum Reisen gezwungene Sesshafte wissen nicht mehr, wo ihnen der Kopf steht. Hunde werden angeschafft. Tenniscenter entstehen. Der Boden zittert.
Alles läuft normal. Die Zeit ist ein Faktor. Ab – und berechenbar. Der Locher locht, die Klammer heftet. Die Akten ruhen in der Ablage. Das städtische Gemeinwesen funktioniert. Da geht die Tür auf. Ein Gerücht kommt herein. Ein Revisor soll kommen. Die große Revision. Die Tür geht wieder zu.
Nicolas Galeazzi

Nicolas Galeazzi

 

Die lückenlos geführten Kassabücher eines Privathaushaltes münden in die Frage nach dem Verhältnis von Einzel- zu Kollektivschicksal, das zentrale Motiv der Arbeit.Auf Drehstühlen in einem Tüllkubus sitzend, verfolgt das Publikum das Geschehen in den 4 angrezenden Räumen, die von 3 Figuren in 4 Zeitsträngen bespielt werden. Zunächst unabhängig voneinander, vedichten sie, in dem sie sich immer mehr überschneiden, verschiedene Sphären zu einem Zeitbild. Der Tüll, der je nach Lichteinfall transparent oder blickdicht ist oder als Projektionsfläche dient, hebt sich gegen Ende und das Publikum befindet sich unvermittelt selbst im Zentrum des Geschehens. Der Theaterraum wird zum begehbaren Ausstellungsraum.

Nicolas Galeazzi *1972 ist wohnhaft in Berlin und Zürich