INDRA. – Time Birds – Galerie Brunnhofer 16. Sep. 2010

INDRA.

Ist eine junge, aufstrebende Künstlerin – geboren in Deutschland. Wir freuen uns sehr darüber, sie das erste Mal im Rahmen einer Einzelausstellung dem österreichischen Publikum mit neuester Malerei, Installation und Video,  präsentieren zu dürfen.

Zur Arbeit

Die Medien Malerei, Zeichnung und Installation verwendet sie zur Auf- und Bearbeitung der von ihr genauestens recherchierten Themen- und Motivwelten. Die schlussendlich entstandene Arbeit bezeichnet sie selbst als „magisch- realistisch“ aufgefasste Gegenwart, dem wohl auch jeder/ jede Rezipient_in zustimmen kann. Der malerische Hintergrund ihrer Werke ist nie ein gefasster formaler. Monochrome und zerfließende Freiflächen, geometrische Linien und daraus resultierende Formumrisse, fast halluzinogen anmutende Stimmungswelten lösen bei ihr die konkrete Umgebung als Hintergrundbespielung ab, und reißen die Themendarstellung aus einem vorgefestigten Wertesystem heraus, hinein in eine reine Anschauung der Momentaufnahme in seinem spontanen und kreativen Sein.

Die Bilder der Ausstellung „Time Birds“

spiegeln INDRA.s Überlegungen zur Heimat als portablen Ort wieder. Es resultieren daraus Behausungen ohne Bodenhaftung, wo Nichts auf Besitz oder Wertigkeit verweist. In ganzer Knäppe gesagt behandelt die Werkreihe sowohl ein real-soziales (Leben der Roma/ Sinti und Nomaden) als auch ein philosophisch-theoretisches Thema (das Sein als Ganzes, mit dem Selbstwert eines jeden Dings aber der Nicht- (Be-) Wertung des Gesamten).

Die zweiteilige Installation „Time Birds“

in den Vitrinen beim Eingangsbereich der Galerie Brunnhofer vereinen auch den Anspruch den die junge Künstlerin INDRA. an all ihre Arbeiten stellt: Sie verbindet die Kunst als ihr Ideen- Medium mit Ideen der Einzelwissenschaften und Geisteswissenschaften. Hier nimmt sie Bezug auf Hans Peter Dürrs´ Erläuterung des „Prinzips der grundlegenden Verbundenheit“ am Bild eines Wollknäuels. (= Das Knäuel, wirft man es hoch, wird in seiner Form von kaum isoliert betrachteten, aber für das Erscheinungsbild bedeutsamen Fusseln zusammengehalten- eine Metapher für die Beziehungen, die das sichtbare Gefüge der potenziellen Wirklichkeit ausmacht;) In der Installation nun tauchen eben jene Knäuel in modifizierter Form wieder auf. Vögel ziehen hier im Flug farbige Wollfäden hinter sich her, rollen die Knäuel auf. Aus der Wolle entstehen neue Muster, in der sich die ins Bild gesetzte Potenzialität in anderer Form fortgesetzt.

BRUNNHOFER GALERIE

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