David Kandalkar im Atelier 497, Zürich
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Bereits zum zweiten Mal wird die Kunst des schaffenskräftigen und eigenständigen Künstlers, David Kandalkar, in der Galerie atelier 497 – kunst am see in Zürich-Wollishofen, gezeigt werden, in der Ausstellung vom 19. April bis 6. Mai 2012. Seit 59 Jahren arbeitet David Kandalkar, der 1941 in Indien geboren ist, als Künstler. David Kandalkar wanderte zusammen mit seinem um zwei Jahre älteren Bruder nach Israel aus. Ihre Eltern konnten Ihnen erst einige Jahre später folgen. David besuchte eine Landwirtschaftsschule, an der er eine besondere Förderung genoss, denn der damalige Direkttor der Schule achtete auch auf die musischen Eigenschaften seiner Schüler. Da betrieb er bereits mit 12 Jahren in der Schule in Israel sein erstes eigenes Atelier. Auf Empfehlung des Direktors hin durfte David seine „Malerei“ Marcel Janco, einem der Dadaisten der ersten Stunde, zeigen, der vom Talent des damals Fünfzehnjährigen überzeugt war und ihn sofort zu einer eigentlich für viel ältere Studenten vorgesehenen Sommerakademie einlud. Kontinuierlich beobachtete er Davids Werk während der nächsten Jahre, munterte ihn auf, sparte aber auch nicht mit Kritik. Zur selben Zeit gaben, unter der Leitung der Frau des Direktors, die Schüler der Landwirtschaftsschule Theateraufführungen; sie spielten mehr oder weniger das gesamte Repertoire des klassischen Theaters durch. So begann Kandalkar, nach seinem Militärdienst, als Schauspieler und Bühnenbildner an verschiedenen Theatern in Israel zu arbeiten, bis er sich entschloss, sich als Autodidakt ausschliesslich der Malerei und Skulptur zu widmen und ein weiteres Mal zu emigrieren, diesmal in London… Dort war der eigenständig arbeitende Künstler (Maler und Bildhauer) nebenbei abends und an Wochenenden auch als Schauspieler und Bühnenbildner tätig. Von seinen Erfahrungen an der Bühne profitiert er in dieser weiteren Laufbahn: Denn eine Rolle übernehmen und ihren Charakter darzustellen, bedeutet, ihre innere und äussere Struktur zu fühlen und zu verstehen, ebenso wie die Materialien, mit denen er nun schafft, in ganz ähnlicher Weise danach verlangen, dass er ihre verschiedenen Aspekte erkundet und kennt. Es ist wiederum eine Frage der Aufmerksamkeit und Präzision. Seine früheren Aktivitäten gehen in eins mit seiner heutigen Arbeit. David Kandalkar lebt und arbeitet seit 1980, nach einer dritten Emigration, in Zürich. In seinen Bildern setzt sich David Kandalkar intensiv mit Gegensätzen auseinander wie: natürlich und künstlich, organisch und anorganisch, Ordnung und Chaos, Harmonie und Disonanz. Die geometrischen, abstraken Elemente stossen in seiner Malerei immer wieder auf dynamische, breite Pinselstriche. Aus dem rektangulären Prinzip entwickelte geometrische Elemente stossen auf präzise, dynamisch runde, informelle Schwingungsbänder, die für den Betrachter wie gespannte Stahlfedern wirken. Präzises wird Diffusem gegenübergestellt, so gibt es Partien – Linien- oder Quadratraster, dominierende gleichstarke Diagonalen – die mit der Spritzpistole «gemalt» sind, während andere – insbesonders die Hintergründe in offenen Farbverläufen festgehalten werden. Diese Gegensätze manifestieren sich auch in seinen Skulpturen, welche von klein bis mehrere Meter gross sind, aus den Materialien Holz, Stein, Stahl und Aluminium. David Kandalkar liebt die Flexibilität und die Bandbreite der Formungsprozesse, denen das Metall unterworfen werden kann. Es lässt sich hämmern und treiben, man kann es giessen, schmieden und schweissen etc. Vor allem schätzt er das nahtlose Verschweissen, wodurch die Einzelteile in der Gesamtform aufgehen. Beide – das kaum biegsame, spröde Holz wie das hoch flexible Metall, das verschiedene Aggregatzustände annehmen kann, bearbeitet er ihrem Charakter entsprechend. Grosse wie kleinere Bilder, die erstmals zu sehen sind, und seine neusten Arbeiten, organisch geformte, bunte Metallskulpturen, wird er in dieser Frühlingsausstellung «l’heure bleue» zusammen zeigen. Ausstellung vom 19. April bis 6. Mai 2012 susan rothen atelier 497 seestrasse 497 8038 zürich www.atelier497.ch
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